Honigschmiede Fragen

Imkereiprodukte aus Dem Naturpark Havelland


Was ist Honig - Inhaltsstoffe?

Bienen produzieren Honig aus dem Nektar und Pflanzensaft den sie auf ihren Ausflügen sammeln. Sie trocknen den Nektar, geben u.a. Enzyme hinzu und lagern den Honig in ihren Waben ein. Aus diesen verdeckelten Waben erntet der Imker den Honig.

Honig ist ein Naturprodukt und daher ist jeder Honig ein individuelles Produkt der Bienen. Das können Sie u.a. schmecken - jeder Honig ist etwas anders!

Honig hat einen Wassergehalt von ca. 15 % bis 18 %. Ca. 80 % besteht Honig aus natürlichem Zucker. Ca. 40% Fruchtzucker (Fruktose) und ca. 30% Traubenzucker (Glukose) stellen den größten Teil des Gesamtzuckergehaltes. Den Geschmack und den Geruch des Honigs bilden über 120 verschiedene Aromastoffe und organische Säuren. Honig ist reich an Enzymen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Ein besonders wertvoller Honig-Bestandteil sind die sogenannten Inhibine, Enzyme, die das Wachstum von Bakterien hemmen.


Warum wird Honig fest?

Jeder Honig ist ein individuelles Produkt der Natur. Daher ist die Zusammensetzung der Honige unterschiedlich.

Abhänig von der spezifischen Zuckermischung (Fructose-/ Glucose- Verhältnis) im Honig kristallisiert ein Honig schneller oder langsamer. Diese Kristallisation ist ein normaler, natürlicher Vorgang. Früher oder später kristallisieren alle Honige.

Honige mit hohem Glucose Antei, das sind z.B. Frühlinsblütenhonige, kristallisieren schneller. Diese Honige fülle ich cremig ab. Cremiger Honig bleibt über eine sehr lange Zeit streichfähig. Die Kristallisation ist abgeschlossen und duch Rühren wurde das "zusammenbacken" der Kristalle verhindert.

Beispiele für diesen Honig sind Frühlingsblüte und Rapshonig-

Honige mit höherem Fructose Anteil kristallisieren sehr langsam. Diese Honige fülle ich flüssig ab,wie z.B. Akatzienhonig bzw. Robinienhonig.

Auch bei diesen flüssigen Honigen kann nach einiger Zeit die Kristallisation beginnen (Anfangs wird der Honig leicht trüb), diese ist ein normaler natürlicher Prozess und ein Qualitätsbeweis. Lassen Sie sich den Honig schmecken und wenn ihnen flüssiger Honig lieber ist .... verflüssigen Sie ihn vorsichtig . Wie das geht steht weiter unten ....


Mein Honig ist fest geworden - was nun?

Ihr Honig ist kristallisiert, einige sagen auch kandiert dazu.

Das ist ein natürlicher Prozess, wenn es Sie nicht stört ... lassen Sie sich den Honig weiter schmecken!

Möchten Sie den Honig wieder verflüssigen, geht dies durch vorsichtiges erwärmen im handwarmen Wasserbad. Bitte achten Sie darauf das Honigglas gut zu verschließen damit der Honig kein Wasser aufnimmt (Honig ist hygroskopisch).

Stellen Sie das Honigglas in ein warmes Wasserbad und erwärmen Sie den Honig langsam. Rühren Sie den Honig regelmäßig um, damit er sich gleichmäßig erwärmt.

Achten Sie auf die Temperatur - maximal 40 Grad - da sonst die wertvollen Inhaltsstoffe verlohren gehen.


Wie entstehen die HonigSorten?

Tja ich könnte jetzt sagen, meine Bienen sind artig und fliegen nur dahin wo ich ihnen das sage ...

aber ganz so einfach ist es dann leider doch nicht ... es ist eine Kombination von zeitlicher und räumlicher Trennung der Blüte und der Blütenstetigkeit der Bienen.

Räumliche Trennung: Bienen sammeln den Nektar für ihren Honig in einem Umkreis von ca. 1-2 km rund um den Bienenstock (die Bienenwohnung). Daher wandere ich mit den Bienen in die Nähe der Pflanze, deren Honig ich ernten möchte. D.h. wenn ich Löwenzahnhonig ernten möchte, stelle ich meine Bienen kurz vor der Löwenzahnblüte in die Nähe einer großen Löwenzahnwiese und achte darauf, dass der Abstand zu z.B. einem Rapsfeld (Raps blüht etwa zeitgleich) möglichst groß ist.

Zeitliche Trennung: In der Natur blühen nicht alle Pflanzen gleichzeitig. So blüht der Raps vor der Akazie ( Robinie).

Daher wandere ich eine Tracht (Begriff der Imker für eine Honigernte) zu Beginn der Blüte an. Sobald sich die Blüte dem Ende nähert, ernte ich den Honig und stelle meine Bienen wieder in die Nähe einer folgenden Tracht.

Blütenstetigkeit: Zum Glück sind Bienen blütenstetig. Wenn Bienen an einer Blüte ausreichend Nektar erhalten haben, besuchten sie bevorzugt Blüten der gleichen Pflanze und "erzählt" ihren Kolleginnen davon.

Dabei ignorieren sie andere Blüten, auch wenn diese mehr Nektar liefern würden.

In der Paxis bedeutet das, wenn eine Biene mit der Ausbeute einer Löwenzahnblüte zufrieden war, fliegt sie weiter zu Löwenzahnblüten und da sie fleißig davon erzählt werden immer mehr Bienen zu diesen Blüten gelockt.

Das endet erst, wenn die Bienen in dieser Umgebung nicht mehr diese Blüten oder keinen Nektar mehr in den Blüten finden.


Wie lagere ich Honig richtig?

Honig ist bei richtiger Lagerung Monate bis Jahre haltbar. Am liebsten mag Honig eine dunkle und kühle Lagerung im gut verschlossenem Glas in z.B. einem Vorratssschrank oder im Keller. Der Kühlschrank ist weniger gut geeignet.

Auch feuchte Orte sind ungünstig, da der Honig leicht Feuchtigkeit aus der Luft aufnimmt und durch den steigenden Wassergehalt leichter verderben kann.

Auch fremde Gerüche werden vom Honig leicht angenommen.

Daher fühlt sich Honig in einem kühlen, trockenen Schrank am Besten, in dem keine Lebensmittel mit starkem Eigengeruch lagern.

 


Darf Honig in die Mikrowelle?

Honig ist ein gesundes und natürliches Lebensmittel. Er enthält u.a. viele wertvolle Vitamine, Enzyme und Mineralstoffe. Diese gilt es zu schützen und zu erhalten.

Viele der gesunden Inhaltsstoffe von Honig werden wurch Hitze zerstört oder abgebaut. Ab 40 Grad kann der Honig schaden nehmen. Da die genaue Temperatur im Honig in der Mikrowelle nicht überwacht werden kann, ist eine Erhitzung in der Mikrowelle nicht zu empfehlen.


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